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Jüdischer Friedhof

Der Jüdische Friedhof in Potsdam liegt auf dem Pfingstberg und bewahrt die Geschichte der jüdischen Gemeinde. Seine Gründung erfolgte 1743 für die jüdische Gemeinde Potsdams. Friedrich II. überließ der Gemeinde Land, damit ihre Verstorbenen nicht länger nach Berlin gebracht werden mussten. Der Hügel hieß früher Eichberg und später Judenberg. Die Anlage wurde erweitert und umfasst historische Gräber, eine Trauerhalle und ein Gärtnerhaus. Carl Börnstein und Emil Kopp entwarfen die Gebäude. Die Trauerhalle entstand 1910, und das Gärtnerhaus gehört zur selben Bauphase. Mehrere Gedenksteine erinnern an verfolgte jüdische Menschen aus Potsdam. Eine Tafel in der Trauerhalle ehrt außerdem jüdische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg fielen. Der Ort erlitt wiederholt antisemitische und rechtsextreme Angriffe. Plünderung, Brandanschlag und die zweckfremde Nutzung der Trauerhalle prägten seine wechselvolle Geschichte. Eine Mauer ersetzte den ursprünglichen Zaun und prägt den Abschluss des Geländes. Seit 1999 gehört der Friedhof zum UNESCO-Welterbe in Potsdam. Als Denkmal der Stadt verbindet er sichtbare Grabarchitektur mit Erinnerungen an Verfolgung, Krieg und religiöses Leben.

Stadt
Potsdam
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