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Kloster Niedernburg

Das Kloster Niedernburg liegt auf der Passauer Halbinsel zwischen Donau und Inn und verbindet Kirchen, Schulgebäude und ein Wohnheim. Zur Anlage gehört die Heilig-Kreuz-Kirche mit drei Schiffen, einem Querhaus und zwei Westtürmen.

Seine Geschichte reicht bis etwa 730 zurück, die erste urkundliche Erwähnung stammt jedoch aus dem Jahr 888. Im Jahr 1010 erhob Kaiser Heinrich II. Niedernburg zur Reichsabtei. Diese Stellung brachte wirtschaftliche Rechte, darunter den Böhmischen Zoll am mittelalterlichen Goldenen Steig. Gisela, die Witwe König Stephans von Ungarn, trat 1045 ein und wurde Äbtissin.

Über ihrer ursprünglichen Grabplatte aus dem 11. Jahrhundert steht heute ein spätgotisches Grabmal in der Heilig-Kreuz-Kirche. Seit dem 15. Jahrhundert pilgern besonders Menschen aus Ungarn zu Gisela und zum Gnadenbild Mariä Schutz von 1567. Das Freskenmuseum zeigt über 800 Jahre alte Secco-Malereien und macht mittelalterliche Wandkunst unmittelbar sichtbar. Romanische, gotische und barocke Spuren liegen hier neben Schulen wie dem Gisela-Gymnasium und einer Realschule.

Stadt
Passau
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