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Église Saint-Germain l'Auxerrois

Die Église Saint-Germain l'Auxerrois steht im ersten Arrondissement von Paris, direkt gegenüber dem Louvre-Palast. Vor der mittelalterlichen römisch-katholischen Kirche zeigt sich eine Fassade mit romanischen, gotischen und Renaissance-Formen. Das westliche Portal aus der Zeit um 1220 bis 1230 trägt Skulpturen von Aposteln, Engeln und biblischen Szenen.

Eine kleine Kapelle entstand dort bereits im fünften Jahrhundert, während der heutige Bau aus dem dreizehnten Jahrhundert stammt. Im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert erhielt die Kirche wichtige Veränderungen. Von 1608 bis 1806 diente sie als Pfarrkirche für die Bewohner des Louvre und bewahrt Gräber bedeutender Künstler und Architekten. Die Glocke Marie gab 1572 das Signal zum Beginn des Massakers in der Bartholomäusnacht. Während der Französischen Revolution blieb der Sakralbau geschlossen und wurde anderweitig genutzt, bevor er 1801 an die katholische Kirche zurückkehrte.

Im Inneren führen Langhaus, Chor, Querschiff und Seitenschiffe zu Kapellen mit Kunstwerken aus mehreren Epochen. Der Chor ist länger als das Langhaus und verbindet gotische Architektur mit Renaissance-Dekoration. Geschnitzte Holzsitze von 1684 stehen neben einer polychromen Holzstatue des heiligen Germanus aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Der Chorumgang erschließt weitere Kapellen und Gemälde, darunter Werke von Eugène Amaury-Duval in der Marienkapelle. Auch der Zugang ist für Rollstuhlfahrende geeignet.

Stadt
Paris
Aktualisiert

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