Monolitten
Monolitten steht im Frognerpark von Oslo, am höchsten Punkt der Vigeland-Installation. Die siebzehn Meter hohe Granitskulptur zeigt ineinander verschlungene menschliche Figuren. Ein einziger Granitblock trägt die gesamte Darstellung. Rundherum führen Granitstufen mit Figurengruppen zu einer niedrigen Balustrade mit schmiedeeisernen Doppeltoren.
Gustav Vigeland entwickelte die Idee, doch drei Steinmetze führten die Arbeit aus. Nils Jönsson, Karl Kjær und Ivar Broe bearbeiteten den Stein vierzehn Jahre lang. Der Block kam aus einem Berg nahe dem Iddefjord und wog ursprünglich etwa zweihundertachtzig Tonnen. Ein Lastkahn brachte ihn nach Oslo, anschließend bewegte er sich langsam durch die Stadt. Für die Aufrichtung entstand eine Eisenkonstruktion, während ein Holzschuppen die Bildhauer bei ihrer Arbeit schützte. Die fertige Skulptur wurde nach dem Entfernen des Schuppens enthüllt. Zwei Details bleiben besonders greifbar: Zwischen dem Monolitten und dem Lebensrad steht Vigelands Sonnenuhr, während sechsunddreißig Figurengruppen die Stufen begleiten.
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