St.-Michaels-Kapelle
Die St.-Michaels-Kapelle steht in Ochsenfurt als katholische, nach Osten ausgerichtete Friedhofskapelle mit zwei Geschossen. Ein niedriger Sockel und das umlaufende Kaffgesims prägen ihre gotische Außenansicht. Rundbogenfenster im Untergeschoss und dreiteilige Spitzbogenfenster im Obergeschoss gliedern die Fassade. An der Südwestecke führt ein kleiner Treppenturm zur steinernen Empore.
Hans Bauer, Bildhauer und Steinmetz aus Ochsenfurt, errichtete den Bau zwischen 1440 und 1444. Die doppelläufige Außentreppe am Westportal entstand 1505 und 1506. Über diesem Portal zeigt ein um 1450 geschaffenes Tympanon die Seligen, die Verdammten und Christus als Weltenrichter. Zwei Renovierungen, 1623 und 1974, prägten den heutigen Zustand.
Im Obergeschoss überspannt ein Kreuzrippengewölbe den Raum, dessen Schlusssteine Pflanzenmotive und das Jahr 1492 tragen. Die Gewölbemalereien kamen 1974 wieder zum Vorschein. Ein neugotischer Altaraufsatz von 1890 birgt eine Marienstatue aus Sandstein, die um 1420 entstand. Bemalte Lindenholzfiguren des heiligen Michael und des heiligen Sebastian stammen ungefähr aus dem Jahr 1480. Besonders eindringlich bleibt der untere Tympanumstreifen mit zwei Teufeln, die Verdammte in den Höllenschlund treiben.
- Stadt
- Ochsenfurt
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Ochsenfurt. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.




