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Weinstadel

Der Weinstadel steht in Nürnbergs Altstadt an der Pegnitz und gehört zu den prägenden Bauwerken ihrer Architekturgeschichte. Das mittelalterliche Gebäude entstand im fünfzehnten Jahrhundert in Nürnbergs Altstadt. Ursprünglich bot es während der Osterzeit leprakranken Menschen Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und medizinische Versorgung innerhalb seiner Mauern. Später diente das Gebäude als Weinlager in Nürnberg. Sein Name Weinstadel verweist auf diese Nutzung und verbindet das Bauwerk mit seiner wechselnden Geschichte. Ein Arbeitshaus und eine Spinnerei nutzten den Bau ebenfalls. Im Lauf der Jahrhunderte fanden dort außerdem bedürftige Familien Unterkunft, bevor die Universität Erlangen-Nürnberg ihn als Studentenwohnheim nutzte. Nach Bombenschäden blieb die historische Fassade erhalten. Die spätere Umnutzung veränderte die innere Struktur, während das rostbraune und weiße Fachwerk außen sichtbar blieb. Der Weinstadel ist Deutschlands größtes Fachwerkgebäude am Fluss. Sein Holzfachwerk erstreckt sich über achtundvierzig Meter am Pegnitzufer und prägt die Ansicht mit dem nahen Henkersteg. Goldene Trauerweiden ergänzen das Bild am Wasser. Auch die ehemalige vorletzte Stadtmauer und eine befestigte Brücke erzählen von Nürnbergs Stadtbefestigung und der Verbindung beider Flussufer. Der Weinstadel ist auch für Menschen mit Rollstuhl zugänglich.

Stadt
Nürnberg
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