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St. Egidien

St. Egidien steht in Nürnberg als ehemalige Benediktinerabtei und heutige Kirche mit barocker Gestalt. Der erste Bau entstand um 1120 oder 1130 als dreischiffige romanische Basilika am nördlichen Königshof. Kaiser Konrad III. und Gertrud erhoben die königliche Kirche 1140 zur Benediktinerabtei. Mönche aus dem Schottenkloster Regensburg und dem Würzburger Stift St. Jakob prägten ihre frühe Geschichte.

Ein Brand zerstörte im Juli 1696 Kloster und Kirche vollständig. Johann und Gottlieb Trost legten im Oktober 1711 den Grundstein für den barocken Neubau. Donato Polli schuf den Stuck, während Daniel Preisler und Johann Martin Schuster die Fresken gestalteten. Kriegsschäden an Dach und Außenmauern führten zwischen 1946 und 1959 zu einem vereinfachten Wiederaufbau unter Rudolf Gröschel.

Heute kontrastiert das schlichte weiße Kirchenschiff mit der kunstvoll ausgeschmückten Apsis. Die 1963 eingebaute Orgel von Rieger Orgelbau besitzt drei Manuale und 43 Register. Sechs Glocken hängen in den Türmen, während im Inneren ein bronzenes Kruzifix mit traubenartigen Ästen auffällt. Die ungewöhnliche Form verweist auf die Früchte der Kreuzigung und bleibt als konkretes Bild im Raum.

Stadt
Nürnberg
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