Schloss Nymphenburg
Schloss Nymphenburg begann 1664 als barocker Landsitz und wurde zur Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige. Ferdinand Maria schenkte den Bau seiner Gemahlin. Agostino Barelli und Enrico Zuccalli legten die ersten Formen an, während Joseph Effner die Anlage später zur breiten Dreiflügelform erweiterte. Das Zentrum bildet der Steinerne Saal. Dort verbinden sich ein Freskenzyklus und üppiger Rokokostuck zu einem festlichen Innenraum aus dem Jahr 1758. Die Schönheitengalerie zeigt 36 Frauenbildnisse von Joseph Stieler. Der Park führt die barocke Schlossanlage in eine englisch geprägte Landschaft mit Wasserläufen, Skulpturen und Pavillons weiter. Die Amalienburg besitzt einen verspiegelten Salon. Die Pagodenburg greift chinesische Formen auf. Badengrund bewahrt eine frühe beheizte Badeanlage. In den Seitenflügeln zeigen das Marstallmuseum historische Kutschen und Ausrüstung. Die Porzellanräume erinnern an die Manufaktur im Schloss. Der Kanal gliedert die Gartenanlage und versorgte einst Werkstätten mit Energie. Die gesamte Anlage ist rollstuhlgerecht zugänglich.
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