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Leopold Götz

Leopold Götz erinnert in Meran an eine jüdische Familie zwischen Mähren, Südtirol und der Zeit des Nationalsozialismus. Er wurde 1841 in Třebíč geboren, heiratete Philippine Wessely und starb im Mai 1918 in Meran. Seine Söhne Moritz und Hermann gehörten später zur jüdischen Gemeinschaft der Stadt.

Moritz Götz lebte mit seiner Familie in der Meinhardstraße 15 und besaß ab 1911 die Villa Götz. Als Kaufmann handelte er mit Lebensmitteln, Geflügel und Gemüse und engagierte sich im Meraner Heimatverband. Nach der nationalsozialistischen Besetzung verhafteten Behörden Moritz und Emma Götz in Meran und hielten sie im Casa del Balilla fest. Am 16. September 1943 deportierten sie das Ehepaar in das Lager Reichenau bei Innsbruck. Emma starb dort im Februar 1944, Moritz wurde im März nach Auschwitz-Birkenau deportiert und kurz nach seiner Ankunft ermordet.

Heute erinnern Stolpersteine vor den letzten bekannten Wohnorten an die Familie und weitere jüdische Bewohner Merans. Im Mai 2012 wurden in der Stadt 33 solcher Messingplatten verlegt, unterstützt von der jüdischen Gemeinde und Schülerinnen und Schülern. Die kleinen Steine verbinden einen konkreten Hauseingang mit den Lebenswegen der Menschen, die dort einst wohnten.

Stadt
Meran
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