Serre de la Madone
Serre de la Madone liegt in Menton, Frankreich, am Hang eines Bergrückens im Gorbio-Tal, wenige Kilometer von der Küste entfernt. Auf etwa sechs Hektar verbinden sich Terrassen, alte Olivenbäume und subtropische Pflanzen. Hecken und niedrige Mauern teilen die Flächen in einzelne Gartenräume, die beim Durchqueren immer neue Sichtachsen öffnen.
Zwischen 1924 und 1939 entstand die Anlage aus einer Sammlung seltener Pflanzen, die Lawrence Johnston auf Reisen zusammentrug. Ein ehemaliges Bauernhaus mit zwei großen Flügeln diente ihm während der Gestaltung als Wohnhaus. Zwölf Gärtner formten die Terrassen, deren geschütztes Mikroklima empfindliche Arten begünstigt. Nach wechselnder Pflege begann 1999 die Restaurierung unter dem Conservatoire du littoral, mit erneuerten Pflanzungen und einem überarbeiteten Wassersystem.
Im Mittelpunkt liegt ein Doppelbecken, umgeben von Mahonia siamensis, Arbutus unedo, Bambus und Schirmkiefern. Drei nationale Pflanzensammlungen umfassen unter anderem Palmfarne, Sukkulenten, Araliaceae und Pittosporaceae. Brunnen, Pergolen und klassische Skulpturen ergänzen die Wege durch die Hanglandschaft. Besonders ein großer Tetrapanax bleibt als markantes Beispiel für die ungewöhnliche Pflanzenwelt dieses Gartens im Gedächtnis.
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