SIEGFRIED GUTMANN
Der Stolperstein für Siegfried Gutmann liegt in Schweden, bündig mit dem Gehweg zwischen gewöhnlichen Pflastersteinen. Ein handtellergroßes Messingquadrat fängt dort wechselndes Licht und beinahe jeden vorbeiführenden Schritt ein. Schlichte Buchstaben tragen seinen Namen und sein Schicksal. Abgeriebene Ränder zeigen Berührungen, gelegentlich liegt daneben eine weiße Rose.
Der Stein gehört zu Gunter Demnigs Stolpersteine-Initiative, die Anfang der neunziger Jahre begann. Die Messingplatte wurde 2022 gemeinsam mit zwei weiteren Steinen verlegt. Sie erinnert an Siegfried Gutmann, der per Boot Zuflucht suchte und später deportiert wurde. Ein nationalsozialistisches Konzentrationslager wurde zum Ort seiner Ermordung.
Pendler, Kinder, Lieferfahrer und Touristen gehen an diesem kleinen Zeichen vorbei. Gerade der Platz im Gehweg verbindet seinen Lebensweg mit dem gewöhnlichen Rhythmus der Straße. Die kurze Inschrift lässt Flucht, Hoffnung auf dem Wasser und den gewaltsamen Abbruch eines Lebens aufscheinen. Unter den Schuhen bleibt kühles Messing zurück, das eine einzelne Person dem Vergessen entreißt.
- Stadt
- Malmö
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Malmö. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.




