St. Ignaz
St. Ignaz in Mainz ist eine klassizistische Hallenkirche mit einer markanten Sandsteinfassade. Johann Peter Jäger leitete ihren Bau zwischen 1763 und 1775. Vor der französisch inspirierten Fassade stehen dorische, ionische und korinthische Säulen. Im Inneren öffnet sich ein kreuzförmiger Grundriss unter einer gewölbten Decke.
Der Bau entstand, nachdem eine mittelalterliche Kirche am selben Ort im 18. Jahrhundert verfiel. Dieses Vorgängergebäude reichte mindestens bis 1259 zurück und war zunächst romanisch. Johann Valentin Thoman entwarf die Decke, Johann Baptist Enderle malte dort zwischen 1773 und 1776 Szenen aus dem Leben des heiligen Ignatius. Später überarbeitete Waldemar Kolmsperger der Ältere die Bilder, bevor sie in den 1950er Jahren restauriert wurden.
Unter dem Chor bewahrt die Krypta 198 der ursprünglich 261 Ofengräber. Darunter liegen Handwerker, die am Bau mitwirkten. Über dem Haupteingang steht ein klassizistisches Orgelgehäuse mit 34 Registern, zwei Manualen und Pedal. Die mechanische Orgel kehrte 2019 in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Ein ehemaliger Friedhof umgibt die Kirche und zeigt eine Kopie der Kreuzigungsgruppe von 1519. Der Zugang ist rollstuhlgerecht.
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