Gonsenheimer Tor
Das Gonsenheimer Tor in Mainz erinnert an ein ehemaliges Festungstor der Festung Mainz im Stadtteil Hartenberg-Münchfeld. Es gehörte zur Rheingau-Mauer und sicherte die Stadterweiterung. Die Anlage lag westlich der alten Festung zwischen Fort Hartenberg und Kavalier Judensand, mit einem Ausgang Richtung Gonsenheim. Die Straße Am Fort Gonsenheim führte einst hindurch. Das Tor entstand am höchsten Punkt der Rheingau-Mauer und besaß getrennte Durchgänge für Fahrzeuge und Fußgänger. Kasematten mit Tonnengewölben schützten beide Seiten des Tores. Auf der Feldseite lagen doppelstöckige Schießöffnungen, während eine Stahlbrücke den vorgelagerten Graben überspannte und rasch abgebaut werden konnte. Eine Zugbrücke sicherte zusätzlich den inneren Zugang des Tores. Sandsteinrahmen, rustizierte Ecksteine und profilierte Gesimse zeigen die handwerkliche Gestaltung trotz fehlender Schaufassade. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde das Tor abgetragen und eingeebnet. Bei Bauarbeiten tauchten die unteren Reste wieder auf, danach wurde das Bauwerk nahe seinem ursprünglichen Standort restauriert. Eine Wandplakette erläutert dieses historische Denkmal vor Ort.
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