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Gonsenheimer Tor

Das Gonsenheimer Tor erinnert in Mainz an ein ehemaliges Festungstor der Festung Mainz. Das ehemalige Tor lag im Mainzer Stadtteil Hartenberg-Münchfeld.

Es gehörte zur Rheingau-Mauer, die nach dem Deutsch-Französischen Krieg die Stadterweiterung schützen sollte. Der Bau von 1872 prägte dort den Mauerverlauf. Das Tor bildete einen Ausgang nach Gonsenheim und zu hochwassersicheren Straßen im Westen. Die Straße Am Fort Gonsenheim führte durch diesen Zugang. Fahrzeuge und Fußgänger nutzten dort getrennte Durchgänge durch das Tor. Kasematten mit Tonnengewölben sicherten beide Seiten des Tores. Auf der Feldseite ergänzten doppelstöckige Schießöffnungen die Befestigung, während ein Stahlsteg den Graben überspannte. Eine Zugbrücke schützte zusätzlich den inneren Durchgang im Tor. Sandsteinrahmen, rustizierte Ecksteine und profilierte Gesimse zeigen handwerkliche Gestaltung am Tor. Die Befestigung wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts abgetragen. Bei Bauarbeiten für ein SWR-Gebäude tauchten die unteren Reste 2003 wieder auf. Das restaurierte Bauwerk steht etwa vierzig Meter vom ursprünglichen Standort entfernt. Eine Wandplakette informiert über dieses erhaltene Mainzer Festungsdenkmal.

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Mainz
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