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Notre-Dame de France

Notre-Dame de France liegt im Londoner West End zwischen einem Kino und gelegentlich einer Baustelle. Hinter der flachen Backsteinfassade verbirgt sich ein ungewöhnlicher Rundbau, den du von außen kaum als Kirche erkennst. Seit über 150 Jahren dient dieser Ort der französischen und französischsprachigen Gemeinschaft Londons.

Charles Faure kaufte 1865 ein ehemaliges Panoramagebäude, dessen zylindrische Wände einst lange Bildrollen zeigten. Louis Auguste Boileau verwandelte die Unterhaltungshalle in eine Kirche, die im Zweiten Weltkrieg Bombenschäden erlitt. Hector Corfiato baute sie 1953 wieder auf und prägte damit ihre heutige Verbindung aus französischer Architektur und Nachkriegskunst. An den beiden äußeren Säulen erzählen acht Reliefs aus unterschiedlichen Stilrichtungen Szenen aus dem Leben Marias. Über dem Eingang steht die Skulptur Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit.

Im Inneren hängt hinter dem Hochaltar Dom Roberts Wandteppich Die bereite Braut mit Vögeln, Fischen, Schmetterlingen und Säugetieren. In der Marienkapelle bewahren drei Wandgemälde von Jean Cocteau die Verkündigung, die Himmelfahrt und eine ungewöhnliche Kreuzigung. Dort zeigt ein Mosaik von Boris Anrep aus Portland-Stein und venezianischem Email die Geburt Christi. Besonders eindringlich bleibt Cocteaus Kreuzigung: Nur die Füße Jesu erscheinen, während Blutstropfen durch die Augen Marias fließen.

Stadt
Groß-London
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