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Klause Adelgunde

Die Klause Adelgunde steht in Linz am Donauufer und verbindet einen historischen Turm mit den Resten einer ansteigenden Wehrmauer. Vom Fluss führt diese Mauer zum früheren Aussichtspunkt Warte Walpurga, der heute nicht mehr besteht. Im frühen 19. Jahrhundert entstand der Bau während der Napoleonischen Kriege als Teil der Maximilianischen Turmlinie mit 32 Türmen. Eisenringe in den Mauern hielten eine Kette, die den Schiffsverkehr auf der Donau sperren konnte.

Nach der Aufgabe der militärisch veralteten Befestigung im Jahr 1858 verfiel der Turm zunächst. Karl Beurle erwarb ihn 1917 für die Burschenschaft der Ostmark, die dort eine Gedenkstätte und einen Erinnerungsraum einrichtete. Seit 1928 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und wurde mehrfach restauriert, zuletzt zwischen 2001 und 2002. Nach dem Zweiten Weltkrieg entfernten sich nationalsozialistische Inschriften, während die Gedenkstätte auf die Opfer beider Weltkriege erweitert wurde.

Heute beherbergt der Turm ein Museum zur Geschichte und zu den Ideen der Deutschen Burschenschaft. Zugleich gilt er als umstrittener Ort nationalistischer Erinnerung und der Anschluss-Propaganda. Spazierwege führen am Donauufer entlang, wo weitere Türme und Überreste der alten Verteidigungslinie sichtbar sind. Besonders anschaulich bleiben die Eisenringe, an denen einst eine Sperrkette quer über den Fluss gespannt werden konnte.

Stadt
Linz
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