Klause Adelgunde
Die Klause Adelgunde steht in Linz am Donauufer und gehört zur historischen Architektur der Stadt. Der Turm entstand im frühen 19. Jahrhundert während der Napoleonischen Kriege. Er bildete einen von 32 Türmen der Maximilianischen Turmlinie, die Linz zur Festungsstadt machen sollte. Eine Mauer führte vom Flussufer den Hang hinauf zur heute verschwundenen Warte Walpurga.
Eisenringe in den Mauern hielten eine Kette, die bei Gefahr über die Donau gespannt werden konnte. 1858 galt die Befestigung militärisch als überholt und wurde aufgegeben. 1917 erwarb Karl Beurle den Turm für die Burschenschaft der Ostmark, die ihn zur Gedenkstätte umgestaltete. Heute erinnern Museum und Gedenkort an die Toten beider Weltkriege sowie an die Geschichte der Deutschen Burschenschaft.
Die Inschriften wurden nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt und durch eine umfassendere Gedenkinschrift ersetzt. Kritische Stimmen sehen hier zugleich einen dauerhaften Ort der Anschluss-Propaganda und nationalistischer Treffen. Restaurierungen erfolgten 1989 bis 1990 sowie 2001 bis 2002, während Turm und Mauerreste erhalten blieben. Beim Spaziergang am Donauufer erkennst du, wie die Befestigung einst den Fluss mit dem Linzer Hang verband.
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