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Thomaskirche

Die Thomaskirche steht in Leipzig als lutherische, spätgotische Hallenkirche mit 76 Metern Länge, 25 Metern Breite und einem 68 Meter hohen Turm. Romanische Fundamente im Chor und Querhaus erinnern an eine Kirche, die hier mindestens seit dem 12. Jahrhundert besteht.

Zwischen 1482 und 1496 entstand das heutige Kirchenschiff, nachdem der Chor bereits 1355 gotisch umgestaltet worden war. Johann Sebastian Bach wirkte hier von 1723 bis 1750 als Thomaskantor, unterrichtete an der angeschlossenen Schule und fand 1950 im Altarraum seine letzte Ruhestätte. Auch Mozart spielte 1789 auf der Orgel, während Richard Wagner 1813 hier getauft wurde. Historische Orgeln, farbige Fenster, ein Taufbecken von 1614 und ein Kruzifix aus Bachs Zeit ergänzen die Ausstattung.

Im Turm hängen acht Glocken, darunter die Gloriosa von 1477, die nur zu besonderen Anlässen erklingt. Der 1212 gegründete Thomanerchor gehört zu den ältesten Knabenchören Deutschlands und verbindet die Kirche bis heute mit ihrer musikalischen Geschichte.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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