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Deutsches Zollmuseum

Das Deutsche Zollmuseum liegt in Hamburgs historischer Speicherstadt und behandelt Geschichte und Gegenwart des Zolls. Es nutzt das ehemalige Zollamt Kornhausbrücke, einen 1900 errichteten Bau am Zollkanal. Bis 1984 diente das Gebäude zollamtlichen Zwecken, heute führt es durch verschiedene Epochen und Aufgaben. Auf 800 Quadratmetern siehst du rund 1.000 Objekte aus der langen Entwicklung des Zollwesens. Ein rollstuhlgerechter Zugang erleichtert die Besichtigung der Ausstellungsflächen.

Das Erdgeschoss erklärt zeitgenössische Zollpraxis, globale Handelswege und soziale Gerechtigkeit. Themen wie EU-Zoll ohne Binnengrenzen, Produktpiraterie und Artenschutz erscheinen neben beschlagnahmten Gegenständen. Im Obergeschoss reicht der historische Bogen von den römischen Provinzen bis zur Deutschen Demokratischen Republik. Mittelalter, deutsche Fürstentümer, Zollverein, Kaiserreich, Weimarer Republik und deutsche Teilung folgen dabei aufeinander. Eine Bibliothek bewahrt 6.000 Bücher zur Zollgeschichte von der Antike bis zur Moderne. Interaktive Exponate und Multimedia-Stationen machen die Aufgaben anschaulich.

Vor dem Gebäude liegt das Zollboot „Oldenburg“ im Zollkanal. Das 1976 in Dienst gestellte Schiff patrouillierte in der Nordsee, überwachte Waren und schützte die Umwelt. Seit 2005 dient es als Museumsschiff und erweitert den Blick auf maritime Zollpraxis.

Stadt
Hamburg
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