St. Helena
St. Helena steht in Siebleben, Deutschland, als klassizistische Kirche mit schlichten Fassaden und rollstuhlgerechtem Zugang. Ihre Vorgängerin, die Marienkirche, lag seit 1365 etwa 200 Meter entfernt. Ein Großbrand zerstörte sie am 11. Juni 1809 samt 24 umliegenden Häusern. Nur eine gotische Marienstatue überstand die Flammen.
Adolf von Wangenheim setzte den Neubau zehn Jahre später in Gang, während seine Tochter Caroline den Bauplatz stiftete. Ihr Wunsch überführte die Grabmale zweier Verwandter in ein dauerhaft gepflegtes Kirchengewölbe. Die Gemeinde weihte den Bau 1827 im Beisein Herzog Ernsts I. und seiner Söhne ein. Deren Initialen findest du noch heute an der Orgel. Weil das Geld für eine Turmspitze fehlte, erhielt der Turm ein dreizehn Meter langes Holzkreuz, das heute über der Altarempore steht. Ein gläserner Anbau von 1999 und spätere technische Sanierungen verbinden die historische Substanz mit neuen Nutzungen. Auf dem ehemaligen Friedhof erinnern die Gräber von Gustav Freytag und seiner Familie an die Menschen, die diesen Ort geprägt haben.
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