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St. Bonifatius

St. Bonifatius steht in Deutschland als erste katholische Kirche, die nach der Reformation vor Ort entstand. Die neoromanische Kirche besteht aus Seeberger Sandstein und trägt einen hohen Schmuckgiebel zur Stadtmitte. Gustav Eberhard entwarf den Bau im 19. Jahrhundert.

Zuvor feierte die katholische Gemeinde Gottesdienste in Privathäusern und einer Waisenhauskapelle. Spenden und gemeinschaftlicher Einsatz machten den eigenen Kirchenbau möglich. Im Inneren prägten drei lebensgroße Leinwandgemälde von Paul Emil Jacobs die Ausstattung: Madonna, Welterlöser und die Auferstehung des Lazarus. Das Lazarus-Bild ist heute verschollen. Neue Altäre, wechselnde Farben und mehrere Orgeln veränderten den Raum über die Jahrzehnte. Die heutige Orgel erklang erstmals 1990. Dach- und Fassadensanierungen bewahrten den Bau, während ein Teil der ursprünglichen Ausstattung verloren ging. Der ungewöhnlich nach Süden ausgerichtete Giebel bleibt ein markantes Detail.

Stadt
Gotha
Aktualisiert

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