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Hauptfriedhof

Der Hauptfriedhof in Gotha erstreckt sich über zwanzig Hektar mit alten Bäumen, Grabmalen und parkartigen Wegen. Geometrische Felder im Norden und Süden treffen auf geschwungene Jugendstilwege im Mittelteil.

Im Zentrum steht ein neoklassizistisches Krematorium aus Seeberger Sandstein, das Julius Bertuch 1878 entwarf. Die lange Säulenreihe und zwei tempelartige Seitenflügel prägen seine markante Gestalt. Im Inneren arbeitete der erste deutsche Verbrennungsofen, entwickelt vom Ingenieur Karl Heinrich Stier. Das 1892 ergänzte Kolumbarium bewahrt zahlreiche Urnen, darunter jene der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner.

Erweiterungen von 1908 und 1920 ließen die Anlage gemeinsam mit Gotha wachsen. Historische Grabmale aus älteren Friedhöfen säumen heute den Hauptweg. Restaurierungen seit den 1990er Jahren sichern die Verbindung von Trauer, Architektur und Stadtgeschichte.

Stadt
Gotha
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