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Antoniterkloster

Das Antoniterkloster in Frankfurt-Höchst war ein ehemaliges Kloster des Antoniterordens mit wechselvoller Baugeschichte. Der Orden wirkte dort von 1441 bis 1802. Ursprünglich lag die Niederlassung in Roßdorf bei Hanau, bevor sie auf Einladung des Mainzer Erzbischofs nach Höchst wechselte. Der Umzug brachte dem Orden wichtige Privilegien. Dazu gehörten die Justinuskirche, die Höchster Pfarrkirche, und das ehemalige Albanuskloster in Höchst. Der Komplex umfasste Wohn- und Wirtschaftsgebäude für die Ordensgemeinschaft. Die Justinuskirche erhielt einen gotischen Hochchor, während der Klosterkomplex weitere Wohn- und Wirtschaftsräume umfasste. Die Säkularisation löste das Kloster 1803 auf. Die verbliebenen Mönche zogen danach in ein Wohnhaus in Höchst, während das Eigentum neue Nutzungen erhielt. Eine provisorische Schule nutzte das Anwesen 1804.

Das Gebäude an der Bolongarostraße bewahrt einen spätgotischen Kern und trägt Renaissance-Erker aus dem Jahr 1586. Die Stadt Frankfurt besitzt dieses erhaltene Haus. Es dient als Wohnhaus und Seniorenzentrum, während ein weiteres Gebäude die Bauformen von Spätgotik und Renaissance verbindet. Dieses Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1516. Seine Kreuz- und Gegenstreben zwischen Schwelle und Balken prägen den mitteldeutschen Fachwerkcharakter des Hauses. Geschäfte kamen im neunzehnten Jahrhundert im Erdgeschoss hinzu. Das Haus wurde 1994 weitgehend in seinen Zustand des frühen sechzehnten Jahrhunderts rekonstruiert. Die Teilung des Komplexes erfolgte 1896 an der Bolongarostraße. Ein Wohnhaus zerstörte dabei etwa ein Drittel der mittelalterlichen Anlage. Die Zehntscheune wurde 1966 abgerissen. An ihrer Stelle entstanden ein Kindergarten und ein Spielplatz.

Stadt
Frankfurt am Main
Aktualisiert

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