Immanuel-Kirche Marten
Die Immanuel-Kirche Marten ist eine evangelische Kirche in Dortmund, zwischen 1906 und 1908 nach Entwürfen von Arno Eugen Fritsche erbaut. Ihre Wände aus grobem Westerwälder Granit geben ihr das Aussehen einer Festung. Zwischen Fassade und Querschiff steigt ein hoher Turm mit leicht gebogenem Helm auf. Große Jugendstilfenster an der Ost- und Westseite lassen viel Licht hinein.
Beim Eintreten öffnet sich vor dir ein kreuzförmiger Zentralraum. Der Eingang liegt im Süden, der Altar im Norden. Die Grundachse des Baus weicht dabei um dreißig Grad im Uhrzeigersinn von der Nord-Süd-Achse ab. Helle ornamentale Malereien im Jugendstil überziehen Wände und Gewölbe. Den nördlichen Arm überspannt ein Tonnengewölbe, während die übrigen Seitenarme Kreuzgewölbe tragen. Eine durchgehende Empore umgibt den Raum und lenkt den Blick auf Altar und Kanzel.
Eine Restaurierung zwischen 1982 und 1989 führte den Innenraum in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Auch die historische Ausstattung aus der Entstehungszeit ist bewahrt und teils restauriert. In dieser Zeit erhielt die Kirche ihren Namen von der Partnerkirche in Ost-Berlin. Als Station der Route der Industriekultur bietet sie zudem Führungen im Rahmen der Stadtpilgertouren an. Die pneumatische Originalorgel von 1908 existiert nicht mehr. Seit 1997 erklingt stattdessen eine eigens für diesen Raum entworfene digitale Orgel mit 103 Registern.
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