St. Dionysius
St. Dionysius steht im Kölner Stadtteil Longerich als römisch-katholische Kirche aus rotem Backstein. Die neugotische Basilika besitzt drei Schiffe, Spitzbögen und einen Seitenturm im Südwesten. Franz Statz entwarf den Bau, der zwischen 1898 und 1899 entstand und 1900 geweiht wurde. Ein Querschiff fehlt, deshalb folgt der Grundriss keiner Kreuzform.
Der Zweite Weltkrieg beschädigte die Kirche 1942 durch eine Luftmine schwer. In den frühen 1960er Jahren leitete Karl Band den Wiederaufbau mit Holzdecken und neu gestaltetem Innenraum. Heinz Gernot schuf den Altar mit Kreuzigungsgruppe, die Portale von 1971 und den Ambo von 1973. Ältere Ausstattungsstücke blieben erhalten, darunter eine Marienstatue und eine Anna selbdritt aus dem 15. Jahrhundert. Barocke Dionysius-Skulpturen von 1777 und Terrakottafiguren des Apostels Jakobus von 1776 ergänzen den Innenraum.
Die 1966 gebaute Klais-Orgel aus Bonn verfügt über 22 Register sowie mechanische und elektrische Trakturen. Maria Meng gestaltete 1956 drei Chorfenster mit Szenen aus dem Alten Testament und dem Leben Jesu. Weitere Fenster zeigen Flechtmuster, freie Kompositionen und Anrufungen aus der Lauretanischen Litanei. Besonders anschaulich sind zwei Fenster von Karl-Josef Schneider, die Kirchen in Longerich und Saint-Denis darstellen. Seit 1982 steht der Bau als Denkmal unter Schutz.
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