Kulturbunker Mülheim
Der Kulturbunker Mülheim steht in Köln-Mülheim auf der rechten Rheinseite und verbindet Kriegsgeschichte mit kulturellem Leben. Hans Schumacher entwarf den fünfgeschossigen Luftschutzbunker Anfang der 1940er Jahre in ungewöhnlicher Kirchenform. Rund 1.710 Quadratmeter Nutzfläche boten bis zu 2.845 Menschen Schutz, allerdings mit durchschnittlich nur 0,6 Quadratmetern pro Person.
Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge errichteten das Gebäude unter Zwang, bevor es nach 1945 als Hotel Zapp mit Tanzsaal diente. Karneval, Schützenfeste, Theater und Tanzveranstaltungen brachten dort öffentliches Leben nach Mülheim zurück. Nach einer Nutzung als Lager und mehr als zwanzig Jahren Leerstand wandelte sich der Bau zum Kulturzentrum. Seit 1991 organisiert der gemeinnützige Verein Ausstellungen, Theater, Lesungen, Seminare und Konzerte.
Ateliers, Proberäume und Seminarräume schaffen Platz für Kunstschaffende und Musiker. Das denkmalgeschützte Gebäude bringt Menschen verschiedener sozialer Herkunft, Nationalitäten und Altersgruppen zusammen. Zwei Etagen bewahrten einst etwa 80 Zellen mit Etagenbetten für die Schutzsuchenden.
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