Archäologische Zone / Neubau Jüdisches Museum „MiQua“
Die Archäologische Zone / Neubau Jüdisches Museum „MiQua“ liegt am Rathausplatz im Kölner Stadtzentrum. Rund 6.000 Quadratmeter Ausgrabungsfläche machen zweitausend Jahre Stadtgeschichte sichtbar. Unterirdisch führst du durch das römische Praetorium, das mittelalterliche jüdische Viertel und das christliche Goldschmiedeviertel.
Die Fundamente des Praetoriums kamen 1953 bei Wiederaufbauarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg ans Licht. Otto Doppelfeld leitete die Ausgrabungen und setzte sich für den Erhalt der Funde ein. Seit 2021 gehört das Praetorium als Bestandteil des Niedergermanischen Limes zum UNESCO-Welterbe. Ein Architektenwettbewerb von 2006 verband die archäologische Zone mit einem Neubau für jüdische Geschichte.
Überirdisch erzählt das Museum von der jüdischen Gemeinde Kölns, vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Geschichten, Biografien, historische Objekte und eine interaktive Stadtführung ergänzen die archäologischen Überreste. Besonders eindrucksvoll bleibt die mittelalterliche Mikwe, deren Zugang 1989 eine Glaspyramide sichtbar machte.
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