Archäologische Zone / Neubau Jüdisches Museum „MiQua“
Die Archäologische Zone / Neubau Jüdisches Museum „MiQua“ liegt am Rathausplatz im Kölner Stadtzentrum. Auf rund 6.000 Quadratmetern liegen archäologische Spuren aus 2.000 Jahren Stadtgeschichte frei. Du entdeckst dort Überreste des römischen Praetoriums, des mittelalterlichen jüdischen Viertels und des christlichen Goldschmiedeviertels.
Unterirdisch führt der geplante Rundgang durch die Funde an ihren ursprünglichen Orten. Das Praetorium gehört seit 2021 als Teil des Niedergermanischen Limes zum UNESCO-Welterbe. Über der Ausgrabungsfläche erzählt MiQua die Geschichte der jüdischen Gemeinde Kölns vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Biografien, historische Objekte, Sammlungen und eine interaktive Stadtführung verbinden persönliche Geschichten mit den archäologischen Schauplätzen. Die Fundamente des Praetoriums entdeckte Otto Doppelfeld 1953 bei Wiederaufbauarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ein besonderer Ort bleibt die mittelalterliche Mikwe, deren Zugang 1989 durch eine Glaspyramide sichtbar wurde. Die Konstruktion musste 2008 abgedeckt werden, weil Sonnenlicht und Hitze das Ritualbad beschädigten.
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