Zionskirche
Die Zionskirche steht in der Rosenthaler Vorstadt im Berliner Bezirk Mitte. Der evangelische Bau erhebt sich auf einem 52 Meter hohen Hügel und prägt das Stadtbild.
August Orth entwarf sie, und König Wilhelm I. finanzierte sie als Votivkirche. Die Einweihung erfolgte 1873. Gelber Backstein und Terrakotta bestimmen den neoromanischen Bau, dessen Chor wegen der städtischen Kreuzung nach Norden zeigt. Ursprünglich bot der Innenraum mehr als 1.400 Sitzplätze. Der 67 Meter hohe Turm dient als Aussichtspunkt über Berlin.
Dietrich Bonhoeffer arbeitete hier in den 1930er-Jahren als Pastor. In der späten DDR-Zeit trafen sich in der Zionskirche Oppositionsgruppen, darunter die Kirche von Unten und die Umweltbibliothek. 1987 kam es während eines Konzerts zu einem gewalttätigen Angriff. Der Zweite Weltkrieg zerstörte Dach, Altar, Buntglasfenster und die ursprüngliche Sauer-Orgel mit 30 Registern. Restaurierungen begannen in den späten 1980er-Jahren und setzten sich nach der Wiedervereinigung fort. Besonders eindrucksvoll bleibt der Turm über dem Hügel, während der zugängliche Bau Geschichte und Architektur miteinander verbindet.
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