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Roßstraßenbrücke

Die Roßstraßenbrücke überspannt die Spree in Berlin und verbindet die Fischerinsel mit dem historischen Neu-Cölln am Wasser. Die heutige Steinbrücke entstand zwischen 1899 und 1901. Zuvor führte hier die Köpenicker Brücke hinter dem Köpenicker Tor auf der Route nach Köpenick. Eine hölzerne Zugbrücke mit beweglichen Klappen ermöglichte bereits 1683 die Durchfahrt von Schiffen.

Ludwig Hoffmann entwarf den späteren Neubau als massive Sandsteinbrücke mit Korbbogen. Eine drei Meter hohe Säule mit springendem Pferd schmückte die Ostseite, während westlich dreizehn Sandsteinfiguren standen. Bomben beschädigten das Bauwerk am Ende des Zweiten Weltkriegs schwer. 1946 wurden die Gewölbe wiederaufgebaut, 1958 erhielt die Brücke ein neues Sandsteingeländer.

Bei der Restaurierung von 2019 bis 2021 verstärkte eine stahlbewehrte Betondecke den Unterbau. Stahl im Inneren stabilisiert die steinernen Geländer, während versiegelte Risse den Brückenbogen gegen eindringendes Wasser schützen. Eine gusseiserne Tafel erinnert seit 1998 an die Kämpfe der Märzrevolution von 1848. Seit den 1970er Jahren steht die Verbindung unter Denkmalschutz.

Stadt
Berlin
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