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Knoblauchhaus

Das Knoblauchhaus in Berlin ist ein erhaltenes Bürgerhaus aus dem achtzehnten Jahrhundert. Die Familie Knoblauch nutzte es als Hauptwohnsitz.

Johann Christian Knoblauch ließ das Haus während des Siebenjährigen Krieges errichten. Der verputzte Bau besitzt drei Geschosse.

Ein Mansarddach, ein trapezförmiger Grundriss und ein klassischer Fries prägen seine Architektur. Der Fries kam im frühen neunzehnten Jahrhundert hinzu.

Im Inneren schließen die Räume direkt aneinander, weil das Haus ursprünglich keine Flure hatte. Diese Raumfolge blieb bei Renovierungen erhalten.

Das Haus überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt und zählt zu den wenigen erhaltenen Bürgerhäusern dieser Epoche in Berlin. Eine Dauerausstellung zeigt bürgerliche Wohnkultur der Biedermeierzeit.

Sie erzählt außerdem die Geschichte der Familie Knoblauch und ihrer Rolle im Berliner Handelsleben. Das Haus gehört zur Stiftung Berliner Stadtmuseum.

Im neunzehnten Jahrhundert empfing die Familie dort Persönlichkeiten aus Kunst, Architektur und Wissenschaft. Karl Friedrich Schinkel und Wilhelm von Humboldt waren dort zu Gast.

Eduard Knoblauch entwarf die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße. So verbindet das Knoblauchhaus Familiengeschichte, Berliner Architektur und Alltagskultur.

Stadt
Berlin
Aktualisiert

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