Casal Font d'en Fargues
Das Casal Font d'en Fargues steht in Barcelona und wurde vom noucentistischen Architekten Adolf Florensa entworfen. Der Bau entstand 1928 als Gemeinschaftshaus für eine lokale Vereinigung von Grundeigentümern und Industriellen. Mateu Rovira und Concepció Ribó stifteten dafür das Grundstück, statt dort ihr eigenes Haus zu errichten. Sein Saal besaß eine Bühne und eine hufeisenförmige Empore mit Logen für Kunstausstellungen. Im Café standen Ende 1929 insgesamt dreiundvierzig Tische.
Mitglieder finanzierten das Vorhaben über Anleihen von 25, 50 oder 100 Peseten. Dadurch entstanden neben den Räumen auch Möbel und Ausstattungen für den Treffpunkt. Die Gemeinschaft organisierte Theater, Konzerte, Tänze, Puppenspiele, Sport und einen monatlichen Vereinsbulletin. Der Bürgerkrieg unterbrach diese Entwicklung und zerstörte große Teile der Vereinsarchive. 1952 kaufte die Pfarrei Sant Antoni de Pàdua den Bau und richtete darin ein Familienzentrum ein. Später folgten Restaurierungsarbeiten, bevor die Einrichtung wieder als Kulturort der Nachbarschaft diente.
Die Genossenschaft versorgte das Viertel mit Lebensmitteln, weil es damals nur wenige Geschäfte gab. Später wurde daraus El Rebost del Casal, ein Wein- und Lebensmittelgeschäft. Die Associació Casal Font d'en Fargues organisiert dort Bildungs-, Freizeit- und künstlerische Aktivitäten.
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