Rathaus
Das Rathaus in Augsburg ist ein Renaissancebau und Verwaltungszentrum, den Elias Holl zwischen 1615 und 1624 entwarf und errichtete. Es zählt zu den bedeutendsten weltlichen Renaissancegebäuden nördlich der Alpen. Bei seiner Fertigstellung galt es als erstes Gebäude der Welt mit mehr als sechs Stockwerken. Am Giebel stehen Reichsadler und Zirbelnuss als markante Ornamente. Der Reichsadler verweist auf Augsburgs Bedeutung im Heiligen Römischen Reich, während die kupferne Zirbelnuss als Stadtzeichen erscheint. Im Inneren liegen drei Hauptsäle übereinander. Der Untere Fletz besitzt Marmorsäulen und ein Gewölbe, der Obere Fletz diente früher den Büros des Stadtrats. Der Goldene Saal bildet den bekanntesten Raum. Der doppelgeschossige Saal umfasst mehr als 500 Quadratmeter und besitzt eine 14 Meter hohe Decke mit Gemälden und Kassettenschmuck. Die Fürstenzimmer liegen neben dem Goldenen Saal. Ihre Ausstattung umfasst Kassettendecken, getäfelte Wände, Parkettböden und geschnitzte Möbel in Räumen von jeweils etwa 150 Quadratmetern. Das Rathaus erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. Nach dem Wiederaufbau erhielt die Fassade ihre historische Gestalt zurück, während Goldener Saal und Wandmalereien schrittweise restauriert wurden. Der Goldene Saal wurde 1996 wieder eröffnet. Das Rathaus beherbergt Dauerausstellungen zur Augsburger Geschichte und zu Partnerstädten sowie wechselnde historische und politische Ausstellungen. Der Goldene Saal dient Empfängen, Konzerten und Zeremonien. Das Rathaus ist als rollstuhlgerecht erfasst.
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