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Färberturm

Der Färberturm steht auf dem Gelände der ehemaligen Augsburger Kammgarn-Spinnerei und gehört zur Augsburger Industriekultur. Sein rechteckiger Sockel aus Mauerwerk trägt einen hölzernen Aufbau von etwa zwölf Metern Höhe.

Im 18. und 19. Jahrhundert nutzten Bleicher und Färber den Turm zum Trocknen gefärbter Stoffbahnen. Nasse Textilien hingen oben an einem umlaufenden Stangengerüst. Die offene Konstruktion ließ Luft durch die Bahnen strömen und unterstützte gleichmäßiges Trocknen. Ein Walmdach schützte Holz, Mauerwerk und Stoffe vor Regen und Schnee. Viele vergleichbare Türme verschwanden mit der Modernisierung der Textilindustrie, während dieser unter Denkmalschutz erhalten blieb.

Im Inneren treffen Akustikdecken und ein Raum-in-Raum-Würfel auf den historischen Außenbau. Der Blick nach oben zeigt besonders anschaulich, wie praktische Arbeitsabläufe die Architektur bestimmten.

Stadt
Augsburg
Aktualisiert

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