Hortus Botanicus
Der Hortus Botanicus liegt in Amsterdam und verbindet Stadtgeschichte, botanische Forschung und Pflanzen aus aller Welt. Seine Ursprünge reichen bis 1638 zurück, als Ärzte und Apotheker hier Heilpflanzen anbauten und untersuchten. Heute wachsen auf dem Gelände mehr als 6.000 Pflanzenarten, darunter seltene, bedrohte und jahrhundertealte Exemplare. Dazu gehören der Persische Eisenholzbaum und ein mehrere Jahrhunderte alter Agavenkaktus.
Die erste Sammlung entstand im 17. Jahrhundert, viele Samen gelangten durch Händler der Niederländischen Ostindien-Kompanie nach Amsterdam. 1646 zählte Direktor Johannes Snippendaal hier 796 Arten, von denen viele noch im Snippendaal-Garten wachsen. Eine Kaffeepflanze soll zum Vorfahren des Kaffees in Mittel- und Südamerika geworden sein. Zwei Ölpalmen aus Mauritius lieferten Samen für Plantagen in Südostasien und dem heutigen Indonesien.
Historische Bauten prägen das Gelände: Ein sechseckiger Pavillon, ein Eingangstor und die Orangerie aus dem Jahr 1875 stehen neben späteren Gewächshäusern. Das große Tropenhaus zeigt drei Klimazonen, während Hunderte Schmetterlinge durch ein eigenes Gewächshaus fliegen. Ein Café, zwei Veranstaltungssäle sowie Bildungs- und Forschungsangebote ergänzen den Rundgang durch die grünen Anlagen.
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