Villa Bleuler
Villa Bleuler steht in Zürich und verbindet neorenaissancezeitliche Architektur mit einem öffentlich zugänglichen Park. Alfred Friedrich Bluntschli errichtete sie zwischen 1885 und 1888. Der Architekt plante das Gebäude als Palazzo für Oberst Hermann Bleuler-Huber und dessen Familie. Das Mauerwerk wechselt zwischen blassem Rosa und orangem Terrakotta. Bluntschli gestaltete den Garten im englischen Landschaftsstil gemeinsam mit Otto Froebel und Evariste Mertens. Stadtgärtner pflegen die Anlage mit viel Handarbeit. Der Park bewahrt originale Elemente und bietet Orchideen sowie Glühwürmchen Lebensraum im Quartier Riesbach. Die Stadt Zürich kaufte das Anwesen 1983.
Seit 1990 beherbergt die Villa das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft, kurz SIK-ISEA. Das Institut erforscht und dokumentiert die bildende Kunst der Schweiz und Liechtensteins. Seine öffentliche Bibliothek im unterirdischen Anbau sammelt Bücher, Zeitschriften und audiovisuelle Medien zur Schweizer Kunstgeschichte. Eine ovale Glaslaterne im Rasen markiert den unterirdischen Anbau. Von den Innenräumen öffnen sich Ausblicke auf gepflegte Rasenflächen und den von Bäumen gerahmten Zürichsee. Villa und Park stehen nach Schweizer Bundesrecht unter Denkmalschutz.
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