Villa Bleuler
Villa Bleuler steht in Zürich und verbindet neorenaissancezeitliche Architektur mit einem öffentlich zugänglichen Park. Alfred Friedrich Bluntschli entwarf das Gebäude für Oberst Hermann Bleuler-Huber. Die Villa zeigt den Stil eines Palazzo der Neorenaissance und steht unter Schutz nach Schweizer Bundesrecht. Ihr Backstein wechselt bei Sonne von blassem Rosa zu orangefarbenem Terrakotta im Regen.
Bluntschli gestaltete auch den Garten, den Otto Froebel und Evariste Mertens mitprägten. Der Garten von Villa Bleuler folgt dem englischen Landschaftsstil. Die Stadt Zürich pflegt den Park und bewahrt dabei viele originale Gartenelemente. Orchideen und Glühwürmchen finden dort Lebensräume im Quartier Riesbach. Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft nutzt die Villa als Forschungs- und Dokumentationszentrum für Schweizer Kunst und Kunst in Liechtenstein. Seine öffentliche Bibliothek liegt in einem unterirdischen Anbau. Eine ovale Glaslaterne auf dem Rasen macht diesen Anbau von außen sichtbar. Die Bibliothek sammelt Bücher, Zeitschriften und audiovisuelle Medien zur Schweizer Kunstgeschichte. Das Institut betreibt zudem Sikart und das Schweizerische Kunstarchiv. Sikart verbindet Texte, Bilder, Biografien, Videos und digitalisierte Dokumente zu Schweizer Kunst. Die Innenräume blicken über gepflegte Rasenflächen auf den Zürichsee. Der Park bleibt für die Öffentlichkeit zugänglich und verbindet Kulturgeschichte mit Biodiversität.
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