Bullingerplatz
Bullingerplatz liegt im Zürcher Kreis 4 und bildet einen markanten Platz im Quartier Hard. Sein Name erinnert an Heinrich Bullinger, den Nachfolger Huldrych Zwinglis in der Zürcher Kirche. Die Bullingerkirche prägt den Platz gemeinsam mit dem Kirchgemeindehaus. Die umliegenden Wohnblöcke stammen überwiegend aus den Zwanziger- und Dreissigerjahren und zeigen genossenschaftlichen Wohnungsbau.
Das Quartier entstand nach der Tieferlegung der Seebahnlinie und der anschliessenden Entwicklung neuer Strassen und Plätze. Badenerstrasse, Hardstrasse, Hohlstrasse und Seebahnstrasse begrenzen das umliegende Stadtentwicklungsgebiet. Die Strassen treffen sternförmig zusammen, während die Sihlfeldstrasse diagonal durch den Platz führt. Diese städtebauliche Ordnung folgt Ideen der Renaissance und verbindet Symmetrie mit Zürcher Verkehrswegen. Konrad Hippenmeier gestaltete die Stauffacherstrasse als breite, sanft gebogene Avenue über der ehemaligen Bahnlinie.
Westlich schliesst die Bullingerstrasse leicht nach Süden versetzt an den Platz an. Die Platzränder zeigen Kirche, Gemeindezentrum, Wohnhäuser und ein Doppelpfarrhaus aus der Nachkriegszeit. Damit verbindet Bullingerplatz Stadtgeschichte mit dem Alltag eines bewohnten Zürcher Quartiers.
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