Kolonat
Kolonat steht in Würzburg als Statue für einen irischen Priester und einen der drei Apostel Frankens. Gemeinsam mit Kilian und Totnan kam er um 686 an den Main und verkündete dort das Christentum. Die Figur verbindet religiöse Erinnerung mit der Kunst im Stadtbild.
Kolonat begleitete Kilian, den Bischof, und Totnan, den Diakon, bei ihrer Mission in einer noch nicht vollständig christianisierten Region. Herzog Gozbert ließ sich taufen, doch der Konflikt um seine Ehe führte um 689 zum Tod der drei Missionare. Etwa sechzig Jahre später entdeckte Bischof Burkard ihre Überreste wieder und bestattete sie würdig.
Ihre Reliquien liegen in der Krypta der Neumünsterkirche, während ihre Köpfe in einem Bergkristallschrein des Doms ruhen. Während der Kiliani-Wallfahrtswoche trägt eine Prozession die Köpfe durch Würzburg. Weitere Darstellungen stehen über dem Scherenbergtor der Festung Marienberg und im Chorgestühl von St. Burkard.
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