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Karmelitenkirche

Die Karmelitenkirche in Würzburg, auch Reuererkirche genannt, gehört zum Karmelitenkloster und ist dem heiligen Joseph und Maria Magdalena geweiht. Antonio Petrini entwarf den Barockbau, der zwischen 1662 und 1669 entstand. Sie gilt als älteste Barockkirche Mainfrankens und steht in der ehemaligen Sandervorstadt. Die ockerweiße Fassade zeigt dorische Pilaster unten, ionische Pilaster darüber und ein Portal mit gebrochenem Giebel. Über dem Portal steht das Wappen des Karmelitenordens. Links und rechts begleiten Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz die Fassade als Skulpturen.

Im Inneren führt ein kreuzförmiger Grundriss zu Seitenkapellen und einer überwiegend weißen Raumwirkung. Rundbogenfenster über dem Gebälk lassen Tageslicht auf die klare Gestaltung fallen. Der Altar entstand bei der Neugestaltung durch Paul Nagel und Alain Creunier. Ein bronzener Baldachin mit palmenförmigen Säulen überspannt ihn. Silberreliefs, Tierfiguren und Reliquien verbinden dort barocke Formen mit einer postmodernen Ausstattung. Eine Kapelle ist der heiligen Thérèse von Lisieux, eine weitere dem Prager Jesulein gewidmet. Die Lourdes-Grotte kam 1988 hinzu, während eine Christusfigur an der Säule aus etwa 1760 stammt. Der Zweite Weltkrieg beschädigte die Kirche schwer, doch das Gebäude wurde bis 1950 wiederaufgebaut. Kirche und Kloster stehen in Würzburg gemeinsam unter Denkmalschutz.

Stadt
Würzburg
Aktualisiert

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