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Heilig-Geist-Kirche

Vor dir steht die Heilig-Geist-Kirche in einer ruhigen Ecke der Altstadt. Ihr kompakter Langraum und der Turm prägen das Bild. Der Turm endet in einem oktogonalen Aufsatz und einem Zwiebelhelm aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Nach 1475 entstand sie als Kapelle eines mittelalterlichen Spitals auf dem Platz eines älteren Hauses. Die große Bauphase von 1720 bis 1734 gab dem Inneren neue Altäre und eine Empore. Matthias Lutz fertigte die Altäre, während Ferdinand Fischer 1729 den Turm erhöhte. Zwei toskanische Eichensäulen tragen die Empore im kompakten Kirchenraum. Ein Bericht von 1594 nennt Altäre für die Heilige Dreifaltigkeit, den heiligen Sebastian sowie den heiligen Dionysius und seine Gefährten.

Die Westfassade entstand 1837 nach dem Abbruch des angrenzenden Pfründhauses. Bei Arbeiten 1974 fanden Archäologen unter dem Chor Reste des Vorgängerbaus. Die gefundenen Knochen erwiesen sich dabei als Tierknochen. Zwischen den östlichen Streben stand einst ein öffentlicher Brunnen, dessen Säule im frühen 20. Jahrhundert verschwand. Schaust du nach oben, treffen sich Oktogon, Zwiebelhelm und schlichte Westwand in einem einzigen Baukörper.

Stadt
Weißenhorn
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