Xhamia Muradie
Die Xhamia Muradie steht in Vlora und gehört zu den ältesten sowie am besten erhaltenen osmanischen Bauwerken Albaniens. Ihr Bau entstand Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Architektur verbindet ein einzelnes Minarett aus hellen Steinquadern, eine zentrale Kuppel und einen quadratischen Gebetssaal. Zwei Ziegelarten prägen die Außenwände. Ihr Wechsel erzeugt das auffällige rote und weiße Muster, während das schlanke Minarett deutlich über dem Baukörper aufragt. Der Name des Architekten ist nicht sicher überliefert.
Einige Forscher erkennen Bezüge zu Mimar Sinan, doch ein direkter Nachweis seiner Beteiligung fehlt. Der Standort verweist zudem auf frühere byzantinische Strukturen. Heute steht die Moschee mitten im modernen Vlora, umgeben vom Stadtverkehr und als Landmarke der Stadt sichtbar. Während der kommunistischen Zeit blieb sie als Kulturdenkmal erhalten, obwohl religiöse Praxis verboten war. Heute dient sie wieder als aktiver Gebetsort und ist für Besucher geöffnet. Die Xhamia Muradie verbindet Architektur, Glauben und die vielschichtige Geschichte Vloras an einem einzigen Ort.
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