Zum Inhalt springen

Rruga e Hebrenjve

Rruga e Hebrenjve erinnert in Vlora an jüdische Familien, die hier über Jahrhunderte lebten und Schutz fanden. Viele Familien kamen 1492 nach ihrer Vertreibung aus Spanien. Jüdische Gemeinden siedelten sich in Vlora bereits im Mittelalter an und prägten die Geschichte der Stadt. Im sechzehnten Jahrhundert stellten sie fast ein Drittel der Stadtbevölkerung. Die Familien handelten mit Textilien, Lederwaren und Salz und pflegten Verbindungen nach Korfu, Ioannina und weiteren Mittelmeerstädten. Diese Kontakte verbanden Vlora mit jüdischen Gemeinden im Mittelmeerraum.

Während des Zweiten Weltkriegs boten lokale Familien jüdischen Nachbarn Schutz und bewahrten sie vor Verfolgung. Kein jüdischer Einwohner wurde ausgeliefert oder deportiert. Dieses Verhalten steht oft mit Besa in Verbindung, dem albanischen Ehrenkodex zum Schutz von Gästen. Ein kleines Denkmal trägt die Nachnamen jüdischer Familien. Es macht die Geschichte von Menschen sichtbar, die einander in den dunkelsten Zeiten schützten. Die Straße bleibt heute ein ruhiger Winkel der Stadt. Ihr Name verbindet das moderne Vlora mit Zuflucht, Zusammenleben und menschlicher Würde.

Stadt
Vlora
Aktualisiert

Diese Seite aufs Handy holen

Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.

  • Laden im App Store
  • Jetzt bei Google Play

Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Vlora. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.

Was ist myTuur?

myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.