Riesenrad
Das Riesenrad steht am Eingang des Wiener Praters und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Seine roten Gondeln drehen sich langsam über dem Vergnügungspark und eröffnen den Blick auf Wien. Die Stahlseile bilden gespannte Speichen, während ein Seil an der Außenseite den Antrieb unter dem Sockel führt.
Harry Hitchins und Hubert Cecil Booth entwarfen die Konstruktion für das Goldene Jubiläum Kaiser Franz Josephs I. Walter Bassett leitete den Bau, der 1897 abgeschlossen wurde. Das Rad ist etwa 64,75 Meter hoch, misst knapp 61 Meter im Durchmesser und wiegt über 430 Tonnen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt es schwere Schäden, danach kehrten fünfzehn statt ursprünglich dreißig Gondeln zurück. Einen geplanten Abriss im Jahr 1916 verhinderte fehlendes Geld, später wurde die Anlage zum Schauplatz zahlreicher Filme.
In Der dritte Mann von 1949 bildet das Wiener Wahrzeichen die Kulisse einer berühmten Szene. Auch Der Hauch des Todes, Before Sunrise, Die Frau in Gold und Vienna Blood zeigen die Konstruktion. Heute laden die geräumigen Gondeln zu einem weiten Blick über Prater und Stadt ein. Zugänglich ist die Attraktion auch für Rollstuhlfahrer.
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