Kirche zum Hl. Severin
Die Kirche zum Hl. Severin steht in Sievering im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Sie gehört als römisch-katholische Pfarrkirche zur Architektur Wiens und ist rollstuhlgerecht zugänglich. Die erste urkundliche Erwähnung einer Kapelle in Sievering stammt aus dem Jahr 1330. Im Jahr 1348 wurde Sievering zu einer eigenen Pfarre. Der heutige Kirchenbau bewahrt gotische Teile, darunter Langhaus, Chor mit Strebepfeilern, Ölbergszene und Pelikan. Auch ein massiver Turm prägt das äußere Erscheinungsbild.
Eine umfassende Renovierung gestaltete 1896 Westfassade, Südportal, Turm und Dach im gotischen Stil neu. Mehrere alte Grabsteine sitzen sichtbar in der Fassade. Der frühere Friedhof bildet heute einen Park neben der Kirche. Dort stehen eine barocke Dreifaltigkeitssäule von 1692 und eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Im Inneren überspannt ein barockes Kreuzgewölbe die vierjochige Halle. Das Hauptaltarbild zeigt den heiligen Severin, während ein Seitenaltar an Andreas erinnert. Eine Darstellung der Madonna mit Kind ergänzt die Ausstattung. Die barocke Kanzel zeigt die vier Evangelisten und Christus als Erlöser. Ein Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert gehört zu den ältesten Ausstattungsstücken. Der Kirchenname verweist auf Severin, einen Missionar des fünften Jahrhunderts in der Donauregion. Die Pfarre Sievering wird vom Pfarrer aus Grinzing betreut. Auch das Pfarrbüro wird von der Pfarre Grinzing verwaltet.
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