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Porta Borsari

Die Porta Borsari steht in Verona als römisches Stadttor an der ehemaligen Via Postumia. Ihre Fassade aus weißem Kalkstein zeigt zwei große Bögen mit korinthischen Halbsäulen.

Darüber sitzen ein Gebälk und ein Giebelfeld, während eine zweigeschossige Mauer zwölf Rundbogenfenster trägt. Einige Fenster liegen in Nischen mit dreieckigen Giebeln. Im ersten Jahrhundert nach Christus entstand das Tor vermutlich über einem älteren Zugang aus dem ersten Jahrhundert vor Christus. Zur Römerzeit hieß es Porta Iovia, nahe einem kleinen Tempel für Jupiter lustralis. Soldaten kontrollierten hier den Zugang und erhoben Abgaben an der wichtigen Ost-West-Verbindung. Eine Inschrift aus der Zeit Kaiser Gallienus nennt den Wiederaufbau im Jahr 265 nach Christus.

Vom ursprünglichen Befestigungssystem mit Wachtürmen und Innenhof blieb vor allem die dekorative Vorderseite erhalten. Ziegel und Tuffstein verschwanden, doch der weiße Kalkstein bewahrt noch immer den monumentalen Anspruch des römischen Eingangs. Im Mittelalter führte der Weg zur Kirche San Zeno zum Namen Porta di San Zeno. Heute gehen Einheimische und Besucher durch einen Zugang, der einst Händler, Reisende und Soldaten zusammenbrachte. Draussen erinnern zwölf Rundbogenfenster daran, wie eng Schutz und repräsentative Architektur hier verbunden waren.

Stadt
Verona
Aktualisiert

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