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Zeughaus

Das Zeughaus in Ulm ist ein historischer Gebäudekomplex aus dem frühen vierzehnten Jahrhundert. Eine Urkunde erwähnt den Komplex erstmals 1433. Seine strategische Lage und mehrere Erweiterungen im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert gaben dem Komplex seine architektonische Gestalt. Barocke und Renaissance-Motive schmücken die Portale, während typische Quaderungen und facettierte Steineinfassungen die Fenster prägen.

Ursprünglich lagerte der Bau Kanonen, Stein- und Eisenkugeln, Granaten, Gewehre, Schwefel und Salpeter. Auch Modelle von Brücken, Befestigungen, Mühlen und anderen Bauwerken fanden dort Platz. Zeitweise prägte die Stadt dort sogar ihre eigenen Münzen. Sein Wert wurde Ende des achtzehnten Jahrhunderts auf zwei Millionen Gulden geschätzt. Während der Koalitionskriege nahmen die Österreicher sämtliche Bestände an sich, damit sie nicht den vorrückenden Franzosen in die Hände fielen. Nach der Schlacht bei Elchingen im Jahr 1805 kehrten diese Bestände nicht nach Ulm zurück. 1808 wurde der Komplex zur Kaserne, deren Nutzung im Jahr 1919 endete. Schwere Schäden im Zweiten Weltkrieg überstanden nur Teile, die 1977 restauriert wurden. Die restaurierten Teile dienen seither Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Gewölbedecken des frühbarocken Löwenbaus sind noch erhalten.

Stadt
Ulm
Aktualisiert

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