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Ulmer Deserteur-Denkmal

Das Ulmer Deserteur-Denkmal steht in Ulm nahe dem Botanischen Garten der Universität und verbindet Kunst mit Erinnerung. Die Künstlerin Hannah Stütz-Menzel gestaltete es für Männer, die im Zweiten Weltkrieg aus der Wehrmacht desertierten. Von der Seite erkennst du den Bewegungssinn der Gestaltung besonders deutlich.

Die Idee entstand 1985 bei einem Treffen der Gruppe „Reservisten verweigern“, die Desertion nicht als verwerflich verstand. 1989 enthüllte man das Denkmal vor den Roxy Hallen in der Ulmer Innenstadt. Vier Wochen später ließ der Stadtrat es entfernen, danach stand es fast sechzehn Jahre auf einem privaten Hof. Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehr als fünfzehntausend Männer wegen Desertion hingerichtet. 1997 rehabilitierte der Deutsche Bundestag Wehrmachtsdeserteure und veränderte damit ihre öffentliche Einordnung. 2005 gelangte das Werk an seinen heutigen öffentlichen Standort.

Eine Inschrift mit Worten von Kurt Tucholsky erinnert an einen Menschen, der nicht auf seine Mitmenschen schießen wollte. Diese Zeilen geben dem Denkmal neben seiner bewegten Geschichte ein konkretes Gesicht.

Stadt
Ulm
Aktualisiert

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