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Oberer Donauturm (Werk XXVIII)

Der Obere Donauturm, auch Werk XXVIII genannt, gehört zur Bundesfestung Ulm und steht nahe der Donau. Major von Schele entwarf den geschützten Wehrturm. Seine Bauzeit reicht von 1843 bis 1855, und die Anlage bewahrt weitgehend ihre ursprüngliche Gestalt. Der Turm besitzt sein ursprüngliches Dach nicht mehr. Helles Baumaterial brachte dem Bauwerk den Beinamen Weißer Turm und prägt sein äußeres Erscheinungsbild. Klare Linien und robuste Mauern bestimmen seine Architektur. Als Teil der Donaufront sollte der Turm den Fluss beobachten und militärisch sichern. Er liegt unterhalb der Oberen Stadtkehle, westlich der Eisenbahnbrücke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte die Nutzung vom Militär zu einer Pfadfindergruppe namens Weiße Rotte. Die Pfadfindergruppe Weiße Rotte nutzt diesen historischen Turm. Die weitgehend erhaltene Bausubstanz zeigt, wie eng Lage, Material und Verteidigungsaufgabe zusammengehören. Die Bezeichnung Werk XXVIII verweist auf seine Einordnung innerhalb dieses Festungskomplexes. Seine Mauern stehen damit für einen Abschnitt der Ulmer Militärarchitektur aus dem neunzehnten Jahrhundert.

Stadt
Ulm
Aktualisiert

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