Jakobuskirche
Die Jakobuskirche steht in Ulm-Grimmelfingen und gehört zu den evangelischen Kirchen am Jakobsweg. Der Bau entstand um 1300 und liegt damit an einer historischen Pilgerroute durch die Region. Nach der Reformation wurde sie 1535 eine selbstständige evangelische Gemeinde.
Im Jahr 1701 erhielt der Innenraum durch eine Erweiterung Altar, Kanzel und Empore. Der Altar von Johann Roschmann zeigt Christoph Reschs Gemälde „Christus am Ölberg“. Im Chorraum sind Fragmente von Fresken aus der Zeit zwischen 1420 und 1490 erhalten. Sie stellen Szenen aus der Passion Jesu dar und machen mittelalterliche Bildsprache unmittelbar sichtbar. Eine Orgel von Helmut Bornefeld besitzt zwei Manuale und fünfzehn Register. Hermann Geyers Buntglasfenster von 1993 erzählen das Leben Jesu entlang eines dargestellten Jakobuswegs.
Besonders greifbar wird die Ausstattung am Taufbecken von etwa 1630 mit Zinnschale und kunstvoll gearbeitetem Sockel. Die Kanzel von Johann II Lebhardt trägt Akanthusornamente und geschnitzte Früchte.
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